Benno Kuppler SJ Berlin

Christ & Gesellschaft

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Dr. Benno Kuppler

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Deutsche Provinz der Jesuiten Jesuit werden Aus Leidenschaft für Gott und die Menschen

Freunde der Jesuiten e.V.

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"Die Verantwortung des CV-ers für Staat und Gesellschaft" Vortrag bei der KDStV Schwarzwald im CV in Karlsruhe [1997]

P. Dr.sc.soc. Benno Kuppler SJ [Cpf, Ae]

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Eure KDStV Schwarzwald im CV wurde im Jahr 1947 wiederbegründet, vor 50 Jahren. Was bewog Eure Bundesbrüder in diesen Monaten der Nachkriegszeit zur Wiederbegründung? Welche Erfahrungen wollten katholische Akademiker, Eure Bundesbrüder, hinter sich lassen, als sie die Schwarzwald wiederbegründeten, um einen Weg in eine neue Zukunft zu gehen?

Die Zeit des Nationalsozialismus kann theologisch-geistlich als Gefangenschaft in Ägypten gedeutet werden. Der geforderte Neuanfang in Deutschland gleicht dann dem Exodus aus Ägypten.

Aber, so frage ich mich, waren die letzten fünfzig Jahre tatsächlich ein Exodus, auch für uns als CV-er? Welche Erfahrungen wollten katholische Akademiker, unsere Cartell- und Bundesbrüder hinter sich lassen, als sie die Verbindungen nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs wiederbegründeten? Von wo sind sie aufgebrochen? Was wollten sie erreichen? Welche Verheißung galt ihnen? Haben sie, die Männer [und Frauen] von damals, oder haben wir, die Kinder und Enkel von heute, inzwischen das Gelobte Land erreicht und Besitz genommen von dem Land, das von Milch und Honig fließt, ein demokratisches und soziales Deutschland?

Viele, sehr viele machten sich auf jenen großen Weg, dessen Ziel vor fünfzig Jahren in der Vision bestanden hatte: jeder Christ hat einen, hat seinen Beitrag zur Mitgestaltung der Gesellschaft zu leisten. Orientierungspunkt, gleichsam der Kompass für diesen Exodus, sollte die kirchliche Sozialverkündigung sein. "Quadragesimo Anno" [15.05.1931], "Divini Redemptoris" [19.03.1937] und "Mit brennender Sorge" [21.03.1937] waren vor fünfzig Jahren noch "fast frische" Enzykliken von Pius XI., die sich mit der Gestaltung der Gesellschaft und der Wirtschaft, dem atheistischen Kommunismus und der nationalsozialistischen Ideologie befassten. Pius XII. hatte sich während des Zweiten Weltkrieges und danach zu sozialen Themen in Radioansprachen geäußert. Der Grundtenor von Pius XI. und Pius XII. war immer:

Christen, also auch wir als CV-er, gestaltet eure Gesellschaft und die internationalen Beziehungen aus sozialer Gerechtigkeit und sozialer Liebe.

Mit dieser Vision, mit diesem Auftrag waren viele katholische Akademiker, auch im CV, aufgebrochen, unterwegs nach dem Gelobten Land. Aber wo lag dieses?

Mancher Weggefährte - und da sehe ich wieder Parallelen zum Exodus des Volkes Israel - hat dann schon einmal den Tag verflucht, an dem die katholisch-soziale Bewegung innerhalb der Kirche und in der Partei mit dem hohen "C" zu ihrem Exodus aufbrach. Nichts schien mehr klar zu sein; ein Ende des Weges war nicht abzusehen; bei inhaltlichen Diskussionen schien man sich im Kreise zu drehen; nichts schien mehr fest und sicher, alles und jeder dagegen in Frage gestellt.

So fühlten es auch viele im Volk Israel, die mit Moses aus Ägypten aufgebrochen waren. Sie gaben ihrem Unmut und ihrer Verunsicherung die Gestalt eines Goldenen Kalbes: sie wollten solche Sicherheiten, die der Exodus im Vertrauen auf Gott nicht geben konnte. Und manche in den unseren katholischen Verbindungen hatten auch ihr Goldenes Kalb, ihr Lieblingsthema, das verehrt wurde, weil es half, von den Schwierigkeiten der eigenen Gesellschaft abzulenken. Oft hatte jenes Goldene Kalb die Gestalt eines klaren Feindbildes: z.B. der Kommunismus in der DDR, in der UdSSR und im Ostblock. Später waren solche Feindbilder dann leicht auf Situationen in Lateinamerika und auf andere Weltregionen übertragbar.

Aber wenden wir uns nochmals unserer deutschen, westdeutschen Situation von damals zu.

"Jeder Christ hat einen Beitrag zur Mitgestaltung der Gesellschaft zu leisten", war sicherlich mehr als nur eine Vision in den 50-iger Jahren, den Gründerjahren der Bundesrepublik Deutschland, jener Westzone des damals noch gespaltenen Deutschlands. "Jeder Christ hat einen Beitrag zur Mitgestaltung der Gesellschaft zu leisten", war in diesen Nachkriegsjahren ein Grundkonsens bei den meisten Katholiken - auch bei vielen unserer evangelischen Schwestern und Brüder - , der unthematisch, ohne ausdrücklich diskutiert zu werden, gleichsam die Geschäftsgrundlage des gesellschaftspolitischen Engagements war.

Bewusst wurde dieser Grundkonsens bedacht und ausbuchstabiert in den ersten Katholikentagen der Nachkriegszeit, wo auch CV-er noch Farbe bekannten. Dabei war unübersehbar, dass es auch unter Katholiken unterschiedliche Meinungen gab, wie der konkrete Beitrag der Christen in der Gesellschaft auszusehen hatte. Drei Reizthemen von damals sollen dies verdeutlichen: einmal die parteipolitische Orientierung der Katholiken an der CDU, zum anderen die Diskussion um die Einheitsgewerkschaft des DGB und schließlich die Frage nach der Ausgestaltung der Mitbestimmung in der Wirtschaft.

[Gleichsam in Klammern will ich meine Unfähigkeit zum Ausdruck bringen, über die Probleme der Mitwirkung von Christen in der Gestaltung der Gesellschaft der DDR qualifiziert und differenziert etwas zu sagen. Die öffentliche Diskussion um Manfred Stolpe zeigt das Dilemma. Und ein katholischer Prälat aus Berlin könnte vieles aus dem "Nähkästchen" der katholischen Kirche in der DDR erzählen.]

Damals müssen unsere Ahnen, auch im CV, noch ein waches Gespür besessen haben, dass Katholizität nicht Uniformität bedeutet, sondern Einheit in Verschiedenheit. Mich berührte es jedes Mal, wenn ich großen, alten Männern, wie Oswald von Nell-Breuning und Hermann-Josef Wallraff, bei ihren Erinnerungen zuhören durfte. Wie kontrovers etwa wurde etwa unter Jesuiten-Sozialwissenschaftler und Sozialpraktiker um Grundfragen der Gestaltung der Gesellschaft des Nachkriegsdeutschland miteinander gestritten, ohne dass dieser Streit Zwietracht oder Spaltung bedeutet hätte.

Das war vor über fünfzig Jahren, als der Exodus aus unserem Ägypten, begann, aus dem Sklavenhaus des Nationalsozialismus, nach jener Zeit von Folter, Terror und Tod vor allem für Menschen, die mit uns an den Gott Abrahams, Jakobs und Isaaks, der ein Gott der Lebenden sein will, glauben: die Juden.

Damals gab es eine Streitkultur, die produktiv, zielorientiert, verantwortlich war, sich an Sachthemen orientierte und das Gemeinwohl im Blick hatte. Das war Parteilichkeit um der Sache, nicht einer Partei wegen.

Heute meine ich manchmal einen inneren Druck zu spüren: Jetzt musst du noch z.B. "Gaudium et spes" [GS] Nr. 43 zitieren, wo das Konzil über die Meinungsvielfalt unter Katholiken in gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen nach gewissenhafter Prüfung spricht, um nicht in den Verdacht zu geraten, die Katholizität zu verraten. Denn statt Einheit in Verschiedenheit scheint Einheitlichkeit in Ununterscheidbarkeit, auch unter CV-ern angesagt zu sein. Das galt besonders im Westen des heute vereinten Deutschlands. Der politische Druck im Osten zwang die Kirche zur Konzentration auf die "Sakristei".

Ich erinnere mich aber auch noch sehr lebendig einer Begegnung mit einem Priester aus der damaligen DDR unmittelbar vor den Volkskammerwahlen im März 1990. Handverlesene Katholiken hatte er zu meinem Seminar angemeldet, das ich damals im Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen hielt. Und seine Intention war, dass ich diese handverlesenen Katholiken "auf Parteilinie" bringen solle: es sei doch eindeutig, was "christlich" in der Politik bedeute. Im Verlauf des Seminars habe ich dann auf GS 43 hingewiesen und schon wurden von den Teilnehmern eine Vielfalt an begründeten politischen Meinungen artikuliert, auch zur Überraschung der Gruppe selbst, die sich für politisch homogen oder homogenisiert gehalten hatte. Der Priester hatte selbst nicht am Seminar teilgenommen. Aus seiner kirchlichen und gesellschaftspolitischen Erfahrung in der damals zusammenbrechenden DDR war "Einheit" der höhere Wert: der Bedrohung durch den realexistierenden Kommunismus konnte nur in einem geschlossenen Milieu begegnet werden.

Ist ein geschlossenes Milieu etwa das verheißene Land, das auch viele CV-er in Deutschland in diesen fünfzig Jahren erreichen wollten?

Zwischen den Gründerjahren und dem Heute ereigneten sich Dinge in unserer Kirche, die ich selbst bewusster und engagierter miterlebte. Mir erscheinen diese Ereignisse im Rückblick wie Höhepunkte des Exodus. Viele junge CV-er kennen diese Ereignisse nur noch als Fakten der Geschichte. Ich merkte das immer wieder bei meinen Seminaren zur kirchlichen Sozialverkündigung, die ich in den letzten fünf Jahren in Rom an der Päpstlichen Universität Gregoriana halten durfte. Es sind besonders diese zwei innerkirchlichen Ereignisse, an die ich denke: das Zweite Vatikanische Konzil [1962-1965] und die Würzburger Synode [1971-1975].

Das Zweite Vatikanische Konzil, unter Johannes XXIII. und Paul VI., hat uns Katholiken, aber auch interessierten nichtkatholischen Menschen, viele wichtige Texten geschenkt, die ich als Erbe, als Tradition, als Aufgabe begreife - Texte, die von anderen als "Altlast" tradiert, und das heißt auch, verraten werden. Hätten wir doch mehr Zeit miteinander und füreinander, um uns Texte dieser Heilsgeschichte gegenseitig vorzulesen! Vieles gibt es darin, auch für mich selbst, immer wieder neu zu entdecken. Und noch mehr müssten diese Texte im Leben jedes Einzelnen, im Leben unserer CV-Verbindungen und im Leben der Kirche Gestalt annehmen, inkarniert werden: "das Wort ist Fleisch geworden" bekennen wir als Christen. Exemplarisch nur will ich zwei Beispiele nennen:

Welche Wege im Miteinander zwischen Christen und Juden, gerade im vereinten Deutschland, könnte uns da ein Text wie "Nostra aetate" weisen, in dem die Väter des Konzils - voll des Heiligen Geistes - sagen:

bullet"So anerkennt die Kirche Christi, dass nach dem Heilsgeheimnis Gottes die Anfänge ihres Glaubens und ihrer Erwählung sich schon bei den Patriarchen, bei Moses und den Propheten finden. Sie bekennt, dass alle Christgläubigen als Söhne Abrahams dem Glauben nach in der Berufung dieses Patriarchen eingeschlossen sind und dass in dem Auszug des erwählten Volkes aus dem Land der Knechtschaft [dem Exodus; BK] das Heil der Kirche geheimnisvoll vorgebildet ist ... Im Bewusstsein des Erbes, das sie mit den Juden gemeinsam hat, beklagt die Kirche, die alle Verfolgungen gegen irgendwelche Menschen verwirft, nicht aus politischen Gründen, sondern auf Antrieb der religiösen Liebe des Evangeliums alle Hassausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgend jemandem gegen die Juden gerichtet haben." [Nostra aetate 4]

Es bleiben herausfordernde Fragen an uns Christen in unserer deutschen Gesellschaft, die sich als Konsequenz stellen:

bulletWo bin ich schon einmal bewusst einem Juden begegnet? Was weiß ich über den jüdischen Glauben und den Kult? Wie habe ich mich über das jüdische Verständnis von Familie, Gesellschaft und Staat informiert? Was weiß ich konkret über die hervorragenden Beiträge zur deutschen und europäischen Zivilisation deutscher Juden in Literatur, Kunst und Wissenschaft? Wo und wie wehre ich mich gegen unberechtigte Verallgemeinerungen über "die Juden"? Hat mein eigenes Reden über "die Juden" mehr als nur bierseliges Stammtisch-Niveau? Ist offener und latenter Antisemitismus in unserer Gesellschaft nicht ein Zeichen mangelnder eigener Identität, auch und gerade von uns Christen?

Jesus von Nazareth ist Jude.

Oder wie bewusst sind wir uns in der Begegnung mit Muslimen in unserer Gesellschaft, dass die Kirche im selben Dokument "Nostra aetate" schreibt:

bullet"Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft." Und dieser Abschnitt schließt mit der Aufforderungen, "sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit der Menschen." [Nostra aetate 3]

Es bleiben, auch hier, herausfordernde Fragen an uns Christen in unserer deutschen Gesellschaft, die sich als Konsequenz stellen:

bulletWo bin ich schon einmal bewusst einem Muslim begegnet? Oder sehe ich nur "die Türken", "die Araber", "die Marokkaner"? Was weiß ich über den muslimischen Glauben und seinen Kult? Wie habe ich mich über das muslimische Verständnis von Familie, Gesellschaft und Staat informiert? Was weiß ich konkretes über die hervorragenden Beiträge des Islam zur deutschen und europäischen Zivilisation? Wer erinnert sich z.B., dass wir in "arabischen Ziffern" und nicht mehr in "römischen Ziffern" rechnen? Was wäre aus einem Thomas von Aquin geworden, wenn nicht arabische, und dies bedeutet muslimische, Gelehrte ihm und uns das philosophische Wissen der alten Griechen überliefert hätten? Wo und wie wehre ich mich gegen unberechtigte Verallgemeinerungen über "die Türken" und andere muslimische Ausländer? Hat mein eigenes Reden über "die Türken" mehr als nur bierseliges Stammtisch-Niveau? Ist die offene und latente Ausländerfeindlichkeit in unserer Gesellschaft nicht ein Zeichen mangelnder eigener Identität, auch und gerade von uns Christen?

Jesus von Nazareth, der Jude, wird von den Muslimen als großer Prophet verehrt.

Der Beitrag der Christen - und das sollten wir CV-er sein - zur Mitverantwortung und Mitgestaltung der Gesellschaft ist heute in einer Zeit gefragt, die keine geschlossenen Milieus mehr kennt, die konfessionell und territorial abgegrenzt und damit überschaubar und leichter prägbar wären. Unser Staat versteht sich als pluralistisch und weltanschaulich neutral. Uns Christen eröffnet sich so ein Raum, den es gemeinsam mit Menschen anderen Glaubens und anderer Weltanschauungen zu gestalten gilt. Was haben wir Christen denn unserer Gesellschaft zu sagen? Und wenn wir etwas zu sagen haben, wie überzeugt sind wir von unserer "Message"? Spüren andere Gruppen in der Gesellschaft, dass wir mit unseren Worten und Taten "eigentlich" sagen, dass wir nichts zu sagen haben?

Deshalb muss ich an Texte erinnern wie "Nostra aetate", der Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen. Oder an die Erklärung über die Religionsfreiheit "Dignitatis humanae", die gleichsam das "Toleranzedikt" der katholischen Kirche im 20. Jahrhundert werden sollte und gerade von innerkirchlichen fundamentalistischen Gruppen als "moderner Sündenfall" der Kirche bekämpft wurde und wird. Oder an das Dekret über den Ökumenismus "Unitatis redintegratio" in einem Land, das durch die Reformation Martin Luthers geprägt wurde.

Seit der Sozialenzyklika "Pacem in terris" [1963] von Johannes XXIII. wendet sich die katholische Kirche nicht mehr exklusiv an die Katholiken, sondern lädt "alle Menschen guten Willens" ein, um gemeinsam die eine Welt auf der Grundlage der sozialen Gerechtigkeit und der sozialen Liebe zu gestalten. Am 11. Oktober 1962 eröffnete Johannes XXIII. die erste Sitzungsperiode des Zweiten Vatikanischen Konzils. Durch die offenen Fenster des aggiornamento erschloss sich der katholischen Kirche die Vielfalt europäischer Glaubenstraditionen in Einheit und ermutigte andere Teilkirchen ihre Vielfalt in diese Einheit einzubringen. "Puebla" und "Medellin" sind Symbolwörter für den lateinamerikanischen Kontinent geworden. Und am 11. Oktober 1992 unterschreibt Johannes Paul II. die Apostolische Konstitution "Fidei Depositum", um die Veröffentlichung des "Katechismus der katholischen Kirche" anzuordnen: ein Katechismus für die Hirten, der Einheit schaffen soll. Und viele fürchten, wie ich selbst, dass Einheitlichkeit gemeint sein könnte.

Und dann erlebte ich bewusst, wie mancher Alte Herr des CV, jenen deutschen innerkirchlichen Aufbruch, der mit dem Namen "Würzburger Synode" verbunden ist. Sie wurde "Ein Bekenntnis zum Glauben in dieser Zeit" und drückte "Unsere Hoffnung" [so der Titel des Abschlussdokuments] aus, als sie am 23. November 1975 offiziell zu Ende ging. Viele ältere CV-er werden sich noch an den streitbaren Jesuitenpater Oswald von Nell-Breuning auf dieser "Würzburger Synode" erinnern. Er legte den Entwurf des Beschlusses "Kirche und Arbeiterschaft" vor. Die katholische Kirche in der damaligen Bundesrepublik Deutschland gesteht darin ihr Versagen gegenüber den Arbeitern ein: ein fortwirkender Skandal nicht nur um die Jahrhundertwende, sondern bis in unsere Tage. Und als nach einer leidenschaftlichen Debatte das Dokument beschlossene Sache war und ihm von der Synode eine Ovation dargebracht wurde, da verstand Nell-Breuning diese Ovation als ein Stück Wiedergutmachung des Unrechts, das die Kirche seit dem Gewerkschaftsstreit katholischen Arbeitern zugefügt hatte. Das war vor zweimal fünfzig Jahren, nämlich um die Jahrhundertwende.

Das Abschlussdokument "Unsere Hoffnung" las ich dann im Wintersemester 1978/79 gemeinsam mit Bundesbrüdern bei der Aenania in München als "Ein Bekenntnis zum Glauben in dieser Zeit". Aus dieser "Lektüre-Gruppe" sind Freundschaften entstanden, die bis heute tragen: menschlich und geistlich.

Wenden wir uns wieder dem Jahre 1997 in Deutschland und der Endphase des Exodus des Volkes Israel zu, wie er im Buch Deuteronomium überliefert ist.

Moses spricht mit klaren Worten: "Damals habe ich eure Richter verpflichtet: Lasst jeden Streit zwischen euren Brüdern vor euch kommen. Entscheidet gerecht, sei es der Streit eines Mannes mit einem Bruder oder mit einem Fremden." [Dtn 1, 16] Die Richter damals waren die verantwortlichen Führer des Volkes, wir müssten heute von "Politikern in Parlamenten und Regierungen" sprechen. Und an alle richtet er die Aufforderung: "Kennt vor Gericht kein Ansehen der Person! Klein wie Groß hört an! Fürchtet euch nicht vor angesehenen Leuten; denn das Gericht hat mit Gott zu tun." [Dtn 1, 17] Und diese Aufforderung finden wir dann in den neutestamentlichen Schriften aufgegriffen und wiederholt, etwa im Jakobusbrief, der sich hervorragend als Einstimmung in die kirchliche Sozialverkündigung eignet.

Können wir heute im Blick auf die Jahre seit der Wiederbegründung des CV’s mit Moses sagen: "... Jahre lang war der Herr, dein Gott, bei Dir. Nichts hat dir gefehlt." [Dtn 2, 7]?

Waren diese Jahre des Exodus, des Unterwegs-Seins, nicht vielleicht gerade deshalb Jahre der Gnade, weil viele Christen, auch aus den Reihen des CV’s, sich ihrer Verantwortung zur Mitgestaltung der Gesellschaft bewusst geworden waren und ihren Teil dazu beigetragen haben, um die Verheißung des Moses auch für die Gesellschaft in Deutschland gültig werden zu lassen: "Und nun, Israel, höre die Gesetze und Rechtsvorschriften, die ich euch zu halten lehre. Hört, und ihr werdet leben, ihr werdet in das Land, das der Herr, der Gott eurer Väter, euch gibt, hineinziehen und es in Besitz nehmen." [Dtn 4,1] Bald machte das Volk Israel dann die Erfahrung, dass mit der Landnahme keineswegs das "Paradies auf Erden" begonnen hatte. Besitz und Sesshaftigkeit beförderten Bequemlichkeit, bildeten die Basis für Neid und Missgunst. Der Grundkonsens des Exodus wird verraten. Es folgen die Erfahrungen des "Turmbaus zu Babel" und die "Babylonische Gefangenschaft", als Konsequenzen einer falsch verstandenen Autonomie und Großmannssucht des Einzelnen und des Volkes Israel.

Mir drängt sich der Eindruck auf, dass wir uns als Christen der alten Bundesrepublik während der 80-iger Jahren auch bereits im Gelobten Land fühlten, die Hände in den Schoß legen zu können glaubten. "Der Bundesbürger sah, dass alles, was er gemacht hatte, gut war. Und er ruhte am sechsten und siebten Tag." Die Anstrengungen, die Existenzängste, aber auch die positiven Gemeinschaftserfahrungen des Exodus der Nachkriegszeit waren vergessen, wurden nicht mehr erzählend an die Kinder und Enkel, an Euch als aktive CV-er, weitergegeben, wie das Volk Israel nach der Landnahme die Geschichte seines Exodus zu vergessen begann. Während sich so jeder auf seine Weise in unserer Wohlstandsgesellschaft einnistete, ging uns der Grundkonsens der früheren Generationen abhanden. Wir haben die Tradition tradiert, ohne sie mit Leben zu fühlen: so wird Tradition zum Verrat. Gefragt sind heute individuelle Glückserfahrungen in heimeligen Gruppen. Die Esoterik und ein Eklektizismus und Synkretismus bestimmen das Denken und Fühlen vieler unserer Zeitgenossen, nicht selten auch in unseren eigenen Reihen des CV’s.

Und je näher uns in den vergangenen Jahrzehnten die ganze Welt "auf die Pelle" rückte, je komplexer wir die Wirklichkeit empfanden, desto einfacher haben wir es uns gemacht. Unser Verhältnis zu den unterentwickelten Ländern "erledigen" wir durch "hochherzige" Spenden für Adveniat, Misereor und jetzt für "Renovabis" im Osten. Wir ermutigen aber unsere Politiker wenig, aus Solidarität mit den Menschen der Dritten Welt eine andere, am universalen Gemeinwohl orientierte Handels- und Wirtschaftspolitik zu betreiben. Die deutsche Einheit liefert uns den Vorwand, uns um unseren "deutschen Wohlstand" zu sorgen. Dabei vergessen wir aber allzu gerne, dass alle scheinbar "innerdeutschen" Entscheidungen der Wirtschaftspolitik auch massive Außenwirkungen auf andere Nationen, auf das Leben konkreter Menschen in anderen Ländern haben.

Viele Christen haben sich einfach aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung verabschiedet, weil sie sich für überfordert hielten und halten. Das gilt auch für uns CV-er. Technokraten in allen gesellschaftlichen Gruppen geben den Ton an: "Was machbar ist, wird gemacht!" Überzeugungen scheinen nicht mehr gefragt. Die parteipolitische Einfärbung der Politiker scheint selten noch eine Folge geistig-geistlicher Haltungen, sondern mehr eine Folge persönlicher Opportunität zu sein.

Für viele ist auch "die Kirche" nicht mehr jene Sinngebungsinstitution, die "Unsere Hoffnung" gestalterisch zu verwirklichen scheint: den einen sind ihre Antworten zu differenziert, den anderen zu schlicht. Und "die Kirche" sind jeweils die anderen, die nicht mein "Kirchenbild" teilen. Vielleicht sollten wir von mutigeren Bürgern der Ex-DDR lernen, uns wieder miteinander auf den Weg zu begeben, die Sache des Glaubens zu einer öffentlichen Sache auf den Plätzen unserer Städte und Dörfer zu machen und gemeinsam zu rufen: "Wir sind die Kirche".

Hatten es unsere Ahnen im CV am Beginn des Exodus da leichter? Viele Priester und Ordensleute, ein Josef Höffner und ein Julius Döpfner, ein Alfred Berchtold, Gustav Gundlach, Oswald von Nell-Breuning, Franz-Xaver Prinz, Hermann-Josef Wallraff, Eberhard Welty, Edgar Nawroth, Arthur F. Utz und eine große Zahl von Frauen und Männern, wie sie auch immer geheißen haben mögen, sie alle haben in den Nachkriegsjahren, als auch unsere Verbindungen wiederbegründet wurden, noch weite Bereiche dieser Gesellschaft mit engagierten Gewerkschaftern, Unternehmern und Politikern aller Parteien zusammen gestaltet. Ihnen war die Erfahrung der Katastrophe des Dritten Reiches gemeinsam. Sie wussten noch alle, warum sie als Christen einmal zu diesem Exodus aufgebrochen waren, um die Gesellschaft aus christlicher Verantwortung mitzugestalten. Es gab einen Grundkonsens, der bestimmt war von einem christlichen Ethos.

Da galt es, Grundsatzfragen im gesellschaftlichen Widerstreit zu diskutieren und zu lösen: christliche Ordnungsbilder von Gesellschaft, Wirtschaft und Staat zwischen Kapitalismus und Sozialismus standen im Mittelpunkt. Die Fülle der Sachthemen von damals wird für uns heute zum Spiegel der zeitgeschichtlichen Strömungen der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Deutschland: grundsätzliche Reflexionen zur Funktion des Eigentums; die Einschätzung der kapitalistischen Wirtschaftsweise, die nicht identisch ist mit "Kapitalismus"; die Unternehmenskonzentration; eine gerechte Finanz- und Steuerverfassung; die soziale Rentenversicherung; der [Familien-]Lastenausgleich; die Wirtschaftsdemokratie; die Förderung von Bausparen, Wohnungsbau und -eigentum; die Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand; das Verhältnis von [katholischer] Kirche und politischen Parteien. Und wer aufmerksam hingehört hat, erkennt viele neue-alte Fragestellungen wieder, die sich heute mit leicht geänderten Vorzeichen wieder stellen.

Wir schienen zu Beginn der 90-iger Jahre in einem wohlgeordneten und funktionierenden Gemeinwesen zu leben. Es lief alles, weil es Personen gab, die an den Hebeln und Rädern der Gesellschaft drehten, bis ... ja, bis wir merkten, dass einiges doch nicht wohlgeordnet ist, dass unser Gemeinwesen nicht [mehr] funktioniert, dass vieles aus dem Ruder gelaufen ist. Die Reizworte dieser Tage und Monate kennen wir alle aus den Medien, vereinfacht und verkürzt, selten informierend und unterrichtend, meist polarisierend: Parteien- und Politikverdrossenheit der Bürger; Ausländer, Asylbewerber, Wirtschaftsflüchtlinge; Xenophobie, Rassismus und Antisemitismus; Sprachlosigkeit zwischen Ossis und Wessis; Kosten der deutschen Einheit gegen individuellen Wohlstand; Zusammenbruch des realen Sozialismus und der Verlust von Feindbildern; Europamüdigkeit und nationales/nationalistisches Denken, als Ausdruck eines Identitätsverlustes; die ausstehende geistige Wende von 1982 und die flinken Wendehälse von 1990.

"Weil das Land sich ändern muss", schrieben deutsche Persönlichkeiten aus Ost und West ein Manifest [vgl. DIE ZEIT, 13. 11. 1992, Seite 3] und schreien auf: "Nein und abermals nein: So haben wir uns weder die Bundesrepublik nach vier Jahrzehnten, noch das befreite, endlich wiedervereinigte Deutschland vorgestellt. Wir hatten gehofft, das Ende der DDR, dieser langersehnte, einzigartige Moment, werde eine allgemeine Aufbruchstimmung zeitigen. Stattdessen macht sich resignierende Unlust breit." Und diese Unlust wird auch als "Die Wirklichkeit in der Kirche" [Kommentar der FAZ vom 13.11.1992] diagnostiziert und schuf sich Stimme im "KirchenVolksBegehren", erst in Österreich, dann in Deutschland.

Als ich im genannten Manifest den Ausdruck "wir hatten gehofft" las, weckte er bei mir spontan die Erinnerung an die Geschichte der Emmaus-Jünger, die sich aus Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit nach dem Tod Jesu umdrehten und wegliefen von Jerusalem. Auf ihrem Weg sagen sie: "wir aber hatten gehofft". Ja, richtig, wir hatten gehofft! Aber was haben wir getan, um diese "Unsere Hoffnung" gestalterische Wirklichkeit werden zu lassen, um uns auszutauschen über "Unsere Hoffnung", um gemeinsam nach den Möglichkeitsbedingungen zu suchen, diese Hoffnung Wirklichkeit werden zu lassen. Die Euphorie des offenen Brandenburger Tors, für die meisten von uns telegen vermittelt erfahren, wurde nicht zu einer öffnenden Erfahrung unseres Herzens: Das geht mich ganz persönlich an! Da bin auch ich gefragt, einen Beitrag zu leisten! Solidarität - Subsidiarität, das Stichwort hörte der "Wahlbürger" erst im Zusammenhang mit den "Maastrichter Verträgen". Als wegen ihrer Verdienste um die "Deutsche Einheit", ein ehemaliger russischer Präsident, ein amerikanischer Präsident und ein deutscher Bundeskanzler die Ehrenbürgerwürde von Groß-Berlin erhielten, seien in den Reden nicht einmal die Namen des damaligen DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maiziere und der ersten und letzten freigewählten Präsidentin der DDR-Volkskammer Sabine Bergmann-Pohl erwähnt worden. Das hörte ich damals mehr beiläufig bei einem Abendessen in Rom. Wenn dem so war, zeigt das einen Mangel an Sensibilität.

Fast war ich geneigt, Euch das Manifest "Weil das Land sich ändern muss" vorzutragen und hinter jedem Absatz diese Manifestes kurze Texte aus kirchlichen Dokumenten der Sozialverkündigung anzugeben, wo das entsprechende Thema bereits früher und ebenso deutlich ausgeführt worden war. Nicht erst die Sozialverkündigung von Johannes Paul II. seit Laborem exercens [1981] bis zu Centesimus Annus [1991] hatte viele der Themen an- und ausgesprochen. Und als die deutschen Bischöfe 1982 zur Schuldenkrise in Deutschland ihre Stimme erhoben, schien dies nur eine Wahlkampfhilfe für eine christliche Partei zu sein. Wir sollten neben der EKD-Denkschrift "Gemeinwohl und Eigennutz" auch das Gemeinsame Wort der katholischen und evangelischen Bischöfe vom Frühjahr dieses Jahres 1977 "FÜR EINE ZUKUNFT IN SOLIDARITÄT UND GERECHTIGKEIT" studieren und über sie informieren: als Christen und CV-er haben wir in der Ur-Kunde der Heiligen Schrift eine gemeinsame Grundlage für die Gestaltung unser deutschen und internationalen Gesellschaft aus christlicher Verantwortung.

Es geht mir und es darf uns auch nicht um Rechthaberei gehen, weder im Gespräch mit den anderen Christen, noch in der Auseinandersetzung mit den Politikern. Wir haben uns zu fragen und werden von anderen gefragt: Was ist der Beitrag der Christen zur Mitgestaltung der Gesellschaft vor dem Hintergrund der katholischen Soziallehre. Nur dürfen wir die katholische Soziallehre den Politiker nicht als "Schlag-Wort" überlassen.

Unser Land kann sich nicht selbst ändern, wenn wir als Christen uns und unsere Einstellung zu diesem Land nicht ändern. Seit Leo XXIII. fordert die Kirche in ihrer Sozialverkündigung die Christen und kirchlichen Gruppen und Gemeinschaften, dazu zählt auch der CV, auf, ihre persönliche Gesinnung und Haltung zu prüfen und zugleich die Strukturen der gesellschaftlichen Ordnung zu reformieren. Soziale Gerechtigkeit und soziale Liebe sind eben keine statischen Prinzipien, die, einmal angewandt, die Gesellschaft und Welt ein für alle mal zum besseren wenden könnten.

Immer wieder neu müssen wir auf konkrete gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Herausforderungen den klassisch gewordenen Dreischritt der CAJ anwenden, den Johannes XXIII. für "Mater et Magistra" [Nr. 236] und die kirchliche Sozialverkündigung übernommen hat.

bulletDie Situation genau ansehen, beobachten und wahrnehmen, was geschieht, auch wenn es nicht in die eigene Welt-Anschauung passt. Dann eine Analyse der Umstände machen. sehen
bulletKriterien suchen, um die Situation zu beurteilen. Dazu bietet die kirchliche Sozialverkündigung wichtige Hinweise. urteilen
bulletDann die Konsequenzen ziehen, es nicht bei guten Ratschlägen belassen, vor allem an andere belassen, sondern selbst handeln: in einer Partei, im Beruf, in der Gesellschaft. handeln

Im Mittelpunkt der Bildungsarbeit des CV’s sollten Anstrengungen stehen, an einem neuen Grundkonsens mitzuwirken: zunächst einmal untereinander in den Verbindungen, dann im Gespräch mit Menschen in unserem direkten Umfeld, im Alltag unserer Lebensbereiche, in politischen Parteien. Gerade diese brauchen den Anstoß von außen. Politische Parteien können nicht aus sich heraus Werte produzieren.

Es gilt, einen Prozess der Selbstvergewisserung anzustoßen: es wird ein schmerzhafter, langer Prozess; denn Überzeugungen ändert niemand von jetzt auf gleich. Der CV könnte den Dienst einer "Hebamme" zu übernehmen. Ziel wäre es, mich, jeden von Euch Cartell- und Bundesbrüdern zu befähigen, sich gesellschaftlich zu engagieren: Gemeinwohl und Eigennutz sind immer wieder in ein neues Gleichgewicht zu bringen: in konkreten und geschichtlich einmaligen Situationen, "Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit".

Abschließend will ich einige Bereiche nennen, in denen jeder einzelne CV-er seine Haltungen und deren Konsequenzen bedenken sollte. Die großen Fragezeichen sollen mögliche Problem- oder Anwendungsfelder bezeichnen, in denen jene Haltungen einzuüben sind.

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Mein Umgang als Christ mit andersdenkenden Christen und andersdenkenden Menschen.

bulletMögliche Problem- und Anwendungsfelder: Partnerschaft. Familie. Beruf. Pfarrei. politische Parteien. Gesellschaftliche Gruppen.
bulletCV-Verbindungen sollten untereinander und an der Hochschule tolerant und dialogfähig werden.
bullet

Mein Umgang als Christ mit Information.

bulletMögliche Problem- und Anwendungsfelder: Umgang mit elektronischen Medien. Printmedien. Fähigkeit zur Unterscheidung.
bulletCV-Verbindungen sollten untereinander und an der Hochschule die Verbindung von Wissen und Handeln knüpfen.
bullet

Mein Umgang als Christ mit der eigenen Orientierungslosigkeit.

bulletMögliche Problem- und Anwendungsfelder: Wissensvermittlung über Grundfragen der Gesellschaft, der Wirtschaft, der Politik, des Glaubens. Zugänge zur Geschichte: säkularer und kirchlicher. Aktualisierungen des Glaubens durch Austausch über Glaubens- und Lebenserfahrungen.
bulletCV-Verbindungen sollten untereinander und an der Hochschule Orientierung aus dem Glauben schöpfen.
bullet

Mein Umgang als Christ mit gesellschaftlichem und politischem Engagement.

bulletMögliche Problem- und Anwendungsfelder: Politik und Gesellschaft als Weltdienst der Christen. Ethikbegründungen. Ethik der Lebensbereichen. Vernetzung von Gruppen und Personen.
bulletCV-Verbindungen sollten untereinander und an der Hochschule sich persönlich und fachlich für ein verbindliches Engagement qualifizieren.
bullet

Mein Umgang als Christ mit der Freiheit.

bulletMögliche Problem- und Anwendungsfelder: Freiheit als verantwortete Freiheit. Freiheit als Gefährdung. Freiheit als Freiheit des Anderen. Freiheit und Kirche. Erziehung zur Freiheit.
bulletCV-Verbindung sollten untereinander und an der Hochschule Freiheit einüben.
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Mein Umgang als Christ mit Wohlstand.

bulletMögliche Problem- und Anwendungsfelder: Persönliche Bescheidenheit und Lebensstil. Soziale Ungleichgewichte in unserer Gesellschaft: Ost - West. Nord -Süd: als ungelöste Aufgabe. Gemeinwohl und Eigennutz.
bulletCV-Verbindung sollten untereinander und an der Hochschule Wohlstand im Gefüge von Werten angemessen gewichten.

Und jetzt dürfen wir beginnen, miteinander zu streiten:

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um die bessere Sichtweise

bullet

um die richtigere Bewertungen und

bullet

um die notwendenderen Konsequenzen.

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